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BMI nach Alter: Welche Referenz gilt?

Beim BMI entscheidet das Alter darüber, welches Referenzsystem zur Einordnung passt. Erwachsene nutzen allgemeine WHO-Bereiche, Kinder alters- und geschlechtsspezifische Wachstumskurven; im höheren Alter braucht der Wert zusätzliche Einordnung.

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Dieser Rechner liefert allgemeine Orientierungswerte und ersetzt keine ärztliche Beratung. Für Kinder und Jugendliche unter 18, in Schwangerschaft und Stillzeit, bei sehr muskulösem Körperbau und im höheren Alter sind die Werte nur eingeschränkt aussagekräftig.

Das Alter ändert die Einordnung, nicht die Rechnung

Eine Tabelle mit einem eigenen Ziel-BMI für jedes Lebensjahr ist hier nicht vorgesehen. Die WHO beschreibt ihre allgemeinen Erwachsenenreferenzen als altersunabhängig und für beide Geschlechter gleich. Das bedeutet nicht, dass dieselbe Zahl bei allen Menschen dieselbe gesundheitliche Bedeutung hat.

bmiatlas verwendet die Erwachsenenbereiche ab dem vollendeten 18. Lebensjahr. Diese Grenze ist die Anwendungspolitik dieser Website. Sie ist nicht mit dem Ende aller Wachstumskurven gleichzusetzen: Die WHO-Wachstumsreferenz reicht von 5 bis 19 Jahren.

Kinder benötigen eine eigene Referenz

Ein Kinder-BMI wird anhand von Alter und Geschlecht gelesen. In Deutschland empfiehlt die AGA die Referenzkurven nach Kromeyer-Hauschild. International steht die WHO-Wachstumsreferenz mit z-Scores zur Verfügung. Ein z-Score beschreibt die Abweichung von der Mitte der jeweiligen Referenzverteilung.

Diese Systeme haben unterschiedliche Referenzdaten und Einordnungsgrenzen. Eine AGA-Perzentile darf daher nicht als WHO-z-Score gelesen werden. Die Seite zum BMI bei Kindern erklärt beide Systeme getrennt. Lassen Sie die Entwicklung Ihres Kindes in der Kinderarztpraxis einordnen.

Unterhalb der Erwachsenen-Altersgrenze zeigt der Rechner zwar den rechnerischen BMI, aber keine Erwachsenen-Einordnung und keinen Gewichtsbereich. Er berechnet keine Perzentilen. Auch ohne gültige Altersangabe bleibt die Einordnung ausgeblendet. Eine angezeigte Zahl allein bedeutet deshalb nicht, dass die Erwachsenenreferenz für Sie gilt.

Im höheren Alter braucht der BMI mehr Kontext

Ab 65 Jahren empfiehlt NICE NG246 eine vorsichtige Einordnung, unter Berücksichtigung von Begleiterkrankungen und funktionellen Einschränkungen. Die Metaanalyse von Winter et al. aus 2014 fand bei älteren Erwachsenen einen Zusammenhang zwischen niedrigeren BMI-Werten und höherer Gesamtsterblichkeit.

Das ist eine Beobachtung aus Bevölkerungsstudien, keine persönliche Gewichtsvorgabe. Daraus lässt sich nicht ableiten, dass eine gezielte Gewichtszunahme Ihr Leben verlängert. Diese Seite nennt deshalb keinen besonderen BMI-Zielwert und keinen eigenen Referenzbereich für ältere Menschen.

Die Erwachsenenanzeige des Rechners bleibt bestehen, ergänzt um einen Hinweis für ältere Personen. Besprechen Sie den Wert zusammen mit Ihrem Gewichtsverlauf, Ihrer Ernährung und Ihrer Beweglichkeit. Bei anhaltendem unbeabsichtigtem Gewichtsverlust sollten Sie sich an Ihre Hausarztpraxis wenden.

So bereiten Sie eine persönliche Einordnung vor

Die BMI-Tabelle enthält die allgemeinen Erwachsenenbereiche. Die Körperfett-Seite erläutert die Grenzen ergänzender Schätzungen. Zum Rechner gelangen Sie über die Startseite.

Quellen

Dieser Rechner liefert allgemeine Orientierungswerte und ersetzt keine ärztliche Beratung. Für Kinder und Jugendliche unter 18, in Schwangerschaft und Stillzeit, bei sehr muskulösem Körperbau und im höheren Alter sind die Werte nur eingeschränkt aussagekräftig.